Der zweite Abschnitt des Glaubensbekenntnisses:

Jesus Christus – für uns gestorben und auferstanden

 

Das Kreuz ist das Zeichen unseres Glaubens.

 

Die hübschen Goldkreuze als Anhänger an Halsketten täuschen darüber hinweg,

dass das Kreuz ein schreckliches Marterinstrument ist.

Die Römer nutzten diese bestialische Art der Todesstrafe,

um politische Aufrührer abzuschrecken.

 

Trotzdem hängt das Kreuz in der Mitte unserer Kirchen.

Es erinnert uns stets daran, dass auf der ganzen Welt Menschen leiden,

dass es nach wie vor zu viele Kreuze gibt auf der Welt.

Es erinnert uns an Jesu qualvollen Tod.

Und dass Jesus den Tod überwunden hat.

Damit neues Leben blüht.

 

Wir Christen schauen nicht weg vor dem Leid dieser Welt.

Wir kämpfen dagegen an. In Jesu Namen.

Deshalb hängt der Gekreuzigte mitten in unseren Kirchen.

 

Unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden haben sich umgeschaut

und das Zeichen des Kreuzes an vielen Stellen entdeckt.

 

Ich glaube an Gott, den Vater,

den Allmächtigen,

 

den Schöpfer des Himmels und der Erden.

 

Der erste Abschnitt unseres Glaubensbekenntnisses blickt auf Gott, den Schöpfer.

 

Du und ich – wir sind seine Geschöpfe: einmalig, einzigartig auf der Welt und in der gesamten Geschichte der Menschheit. Jeder hat mit seinem Wesen und seinen Gaben seine besondere Aufgabe.

 

Eine unserer großen Aufgaben als Christen ist es, Gottes Schöpfung zu bewahren. „Ehrfurcht vor dem Leben“ – auf diese berühmte Formel hat es Albert Schweitzers einmal gebracht. Alles Leben ist heilig, gehört Gott. Ehrfurcht ist mehr noch als Respekt. In jedem Geschöpf spiegelt sich Gott, der Schöpfer. Deshalb können wir nicht achtsam genug sein.

 

Unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden haben diese Tage Schöpfungsfotos gemacht. Sie regen zum Staunen über Gottes Wunderwerke der Natur an. Und rufen die „Ehrfurcht vor dem Leben“ auf ihre Weise in Erinnerung.